Rundreise durch Schottland Teil 5

Der größte Teil unserer Reise ist bereits um, Landschaftsfotos von Schottland werdet ihr jetzt nicht mehr zu sehen bekommen. Edinburgh ist eine interessante Stadt die viele alte Bauwerke zu bieten hat. Wenn man einen Blick über die Stadt hat ist man erstaunt wie nah das Wasser und die Natur ist.

Donnerstag, den 07.08.2014

Edinburgh

Die nächsten Tage wollen wir es ruhig angehen lassen. In den vergangenen 1 1/2 Wochen sind wir morgens schon zeitig unterwegs gewesen, weil wir immer viel vor hatten. Den Stress machen wir uns jetzt nicht mehr, manchmal gehen wir erst gegen Mittag los.

DSCF1636kZunächst gehen wir in den Park Princes Street Garden, der wunderschön angelegt ist und von wo aus man einen tollen Blick auf das Edinburgh Castle hat. Dann laufen wir im Tempo der Menschenmassen zum Castle hoch. Von da aus laufen wir die Royal Mile hinunter und schauen uns in den vielen Touristenläden um. Eigentlich gibt es überall das Gleiche und auch die Preise sind ähnlich. Es gibt viele hochwertige Geschäfte mit Cashmir Ware und Kilts.

DSCF1652kDas Wetter ist gut und deshalb ist ein buntes Treiben beim Fringe Festival. Es ist ein Kulturfestival wo darstellende Künste, hauptsächlich Theater und Comedy gezeigt werden. Aber auch viele Musikgruppen zeigen hier beim Straßenfest ihr Können. An jeder Ecke bekommt man Flyer in die Hand gedrückt, wo für die unterschiedlichen Auftritte, die an verschiedenen Orten stattfinden geworben wird. Die Gruppen haben hier also die Möglichkeit eine Kostprobe ihres Könnens zu geben, wer dann mehr sehen möchte kann sich an den entsprechenden Schauplätzen Karten kaufen und die Vorstellung besuchen.

DSCF1654kDort sehen wir auch eine Gruppe, die Japan Marvelous Drummer die uns besonders gefallen. Ihren Flyer nehmen wir mit, sie geben jeden Tag um 17.30 Uhr eine Vorstellung. Wir überlegen ob wir uns gleich heute ihre Vorstellung anschauen. Deshalb bleiben wir in der Stadt, es lohnt sich nicht erst ins Hotel zurück zu gehen. Aber wir haben noch etwas Zeit.

DSCF1682kWir setzten uns vor ein Cafe und trinken etwas. Später gehen wir dann zu der Vorführung, die in einem kleinen Theater stattfindet und eine Stunde dauert. Wir essen noch etwas und machen uns auf den Heimweg.

Freitag, den 08.08.2014

Edinburgh

Für heute ist Regen gemeldet aber noch ist es trocken. Timon möchte in den Zoo gehen. Der Zoo ist nur wenige Haltestellen mit dem Bus von unserem Hotel entfernt. Gleich als erstes begrüßen uns die Erdmännchen, es sind wirklich possierliche Tiere.

DSCF1704kAuch die Lemuren beeindrucken mich. Wahnsinn wie sie die Bäume hochspringen. Lemuren sind Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von Früchten, Pflanzen und Insekten.

DSCF1748kIn diesem Zoo gibt es viele Tiere die bei uns nicht so häufig zu sehen sind. Eine Pandabärin ist trächtig, über die Live-Cam sehen wir das sie drinnen schläft, wir bekommen sie nicht zu Gesicht. Auch viele andere Tiere sind heute faul und nur von Weitem schlafend zu sehen.

DSCF1709kWie überall in Schottland gibt es auch hier im Zoo wunderschöne Blumenrabatten zu bestaunen. Mein Favorit sind die Disteln, die überall in Schottland in verschiedene Arten zu sehen sind. Sie sind das Nationalsymbol von Schottland. Bei Wegweisern oder Hotels ist oft eine Distelblüte abgebildet. Auch findet man viele Schmuckstücke mit einer Distel, aber auch viele andere Souvenirs.

DSCF1710kDurch den Zoo wird einmal täglich eine Pinguinparade gemacht. 4-5 Pinguine laufen dann von Tierpflegern umringt durch den Zoo. Die Besucher finden das super, es ist ein riesiger Menschenauflauf. Mir gefällt das nicht so. Wir entschließen uns zu gehen, gerade richtig. Als wir zum Ausgang gehen fängt es heftig an zu regnen. Wieder im Hotel angekommen gönnen wir uns eine Pause, bis wir abends etwas essen gehen.

Samstag, den 09.08.2014

Edinburgh

Man merkt das unsere Lust auf Unternehmungen etwas nachlässt, so richtig motiviert sind wir nicht mehr, etwas zu unternehmen. Aber es ist unser letzter Tag und den ganzen Tag im Hotel rumgammeln bringt es auch nicht. Also was unternehmen? Das Wetter ist gut, Sonne und Wolken im Wechsel. Timon möchte so gerne zur Camera Obscura. Da wollte er schon vor zwei Tagen hin, aber wegen des ziemlich hohen Eintrittspreises haben wir es nicht gemacht.

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Papazwerg und Riesenkind!

Egal heute ist der letzte Tag, außerdem werben sie mit einer Geld-zurück-Garantie wenn es einem nicht gefällt. Uns hat es gefallen, wir hatten Spaß und haben gestaunt. Ich kann es nicht so richtig beschreiben.

Zunächst gehen wir durch ein Spiegellabyrinth, dann durch einen Tunnel dessen Wände sich mit einem spiralförmigen Muster drehen. Man hat das Gefühl der ganze Tunnel dreht sich. Man schafft es nicht ohne festhalten hindurch zu gehen, weil man immer wieder zur Seite kippt. Es ist besser als Karussellfahren, Timon und ich gehen mehrmals hindurch.

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Timons Schädel auf einem Silbertablett serviert!

Das Museum hat unterschiedliche Etagen und ist in verschiedene Themen aufgeteilt. Hauptsächlich geht es um optische Täuschungen und das ist einfach interessant, wie unser Gehirn in die Irre geführt wird.

Viele Sachen konnte man im Selbstexperiment ausprobieren, was nicht nur den Kindern sondern auch den Erwachsenen viel Spaß macht.

DSCF1814kWir drei vor einer Wärmebildkamera!

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Ich als Asiatin!

Und dann konnte man sich in unterschiedlichen Fotokabinen fotografieren und konnte dann durch anklicken sein Aussehen verändern. Man konnte sich seinen Alterungsprozess anschauen, wie man männlich oder weiblich aussieht, als Afrikaner oder Asiate. Wir haben nartürlich alles ausprobiert. Besonders hat mich mein Foto als Asiatin überrascht!

Zwischendurch hatten wir dann einen Termin in der eigentlichen Camera Obscura, hoch oben über Edinburgh. Hier wurde uns in einem abgedunkelten Raum das Panorama von Edinburgh gezeigt. Wir konnten verschiedene Orte in Edinburgh besuchen als Live-Version und beobachten wie sich die Menschen durch die Straßen bewegten.

Anschließend hatten wir auf der Dachterrasse noch einen tollen Blick über die Stadt.

DSCF1763kDSCF1776kHiermit endet mein Reisebericht durch Schottland. Es waren erlebnisreiche            2 Wochen, indem wir viele Eindrücke von Schottland gesammelt haben. Ich glaube es war nicht die letzte Reise hierher, allerdings würde ich das nächste mal lieber zu einer anderen Zeit reisen. Die Vollheit überall zu dieser Hauptsaison ist anstrengend. Edinburgh ist eine tolle Stadt, die man zu einer anderen Zeit sicher besser genießen kann. Wer Festivals mag ist hier sicher im August und September gut aufgehoben. Ich habe mich sehr auf zu Hause gefreut, weil ich doch ein Gewohnheitsmensch bin. Wir haben uns auf Brot und knusprige Brötchen gefreut, auf Aufschnitt und Käse, funktionierende Toilettenspülungen (das Prinzip der schottischen haben wir leider bis zum Schluß nicht verstanden) und auf Wasserhähne mit Mischbatterien, wo man schnell mal Haare waschen kann!

Während wir durch die schottische Landschaft gefahren sind habe ich so eine Ruhe und Gelassenheit in mir gespürt, ich habe mich rundrum wohl gefühlt. Noch schöner wäre es, wenn ich besser Englisch sprechen würde und mich mit den Leuten unterhalten könnte, ich hätte ihnen sicher Löcher in den Bauch gefragt über ihr Land.

Euch ein schönes Wochenende, Montag geht für uns die Arbeit wieder los.

LIEBEVOLLe Grüße Dini.

Euch ein schönes

Rundreise durch Schottland Teil 4

Unsere Zeit auf der Isle of Skye in Portree geht dem Ende zu. Es ist eine tolle Insel auf der es viel zu sehen geht. Ich könnte mir auch gut vorstellen Ende September oder im Oktober hier zu sein. Portree wird immer voller und platzt bald aus allen Nähten. Es liegt wohl an den Highland Games die jetzt beginnen!

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Montag, den 04.08.2014

Isle of Skye, Portree – Fort William

Bei Regen und Nebel werfen wir einen letzten Blick auf den Hafen von Portree. Bevor wir weiterfahren fahren wir noch in einem großen Supermarkt vorbei den wir gestern am Ende der Bustour gesehen hatte. Ich habe zu Hause meine Haarbürste vergessen und bin seit dem auf der Suche nach einer Bürste. Aber weder im Supermarkt, noch in der Drogerie habe ich Haarbürsten gesehen. Wo kaufen die Schotten so etwas?

Mit großem Interesse schlendere ich durch den Supermarkt. Es gibt hier sehr viele deutsche Lebensmittel. Teilweise haben sie die gleichen Namen, teilweise die gleiche Verpackung aber ganz andere Namen (Kinder-Suprise = Überraschungsei, sure wie sicher = Rexona). Eine ganze Regalreihe nur mit Toast und eine ganze Kühltheke mit Bacon! Aber sonst gibt es so ziemlich alles was es bei uns auch gibt.

Eine Haarbürste finde ich aber trotzdem nicht! Die Verkäuferin an der Kasse empfängt uns freundlich und beginnt ein Gespräch. Sie möchte wissen wo wir herkommen, wie lange wir bleiben und es wird über das unbeständige Wetter gesprochen. Ich finde das sehr erstaunlich, aber diese Situation spiegelt die Schotten wie wir sie erlebt haben. Sie sind freundlich, interessiert, hilfsbereit und humorvoll! Man hat aber nicht das Gefühl das es eine aufgesetzte Freundlichkeit ist, weil es ihr Job ist die Touristen zu betreuen, sondern es kommt ehrlich herüber. Auch in den Restaurants war unter den Angestellten überall ein gutes Betriebsklima. Sie haben miteinander gelacht und gescherzt und das war sehr erfrischend.

DSCF1276vkWir machen uns auf den Weg nach Armadale um mit der Fähre nach Mallaig überzusezten. Es regnet immer mal wieder. Die Fähre die um 13 Uhr überlegen soll ist ausgebucht, wir können uns aber auf einen Warteplatz stellen. Wir buchen die nächste Fähre und warten ob wir doch mit der frühen Fähre mitkönnen. Wir haben Glück und bekommen noch einen Platz. Wir beobachten eine Famlie aus Soest mit VW Bulli mit Anhänger die auch in der Warteschlange stehen. Auch sie bekommen noch einen Platz auf der Fähre. Der Mann wird auf einmal ganz hektisch, weil sie auf die Fähre fahren sollen und seine Frau noch in einem der Shops am Hafen stöbert. Als sie endlich in Sicht kommt ist er ziemlich aufgebracht und muss seinem Ärger erstmal Luft machen. Christian hat volles Verständnis für den Mann, ich lache mich kaputt.

Während der Überfahrt geht die Alarmanlage an unserem Auto immer wieder an. Christian hat die Innenraumüberwachung nicht ausgeschaltet uns sobald sich etwas im Wageninneren bewegt schaltet sich die Alarmanlage an. Aber unser Auto ist nicht das einzige, es gibt ein lustiges Gehupe.

DSCF1279vkIn Mallaig suchen wir zunächst nach einem Parkplatz, weil wir etwas zu Mittag essen wollen aber hier ist alles voll und so fahren wir erstmal weiter.

Also halten wir in Arisaig an um etwas zu essen. Unser Auto stellen wir an einem Sparmarkt ab!

DSCF1281kIn Schottland gibt es auch Lidl und Aldi Märkte. Wir finden ein kleines nettes Restaurant. Auf der Karte gibt es Pasta, was man in Schottland nicht so häufig findet. Dafür gibt es überall Seafood, wer Fisch und andere Meeresfrüchte mag ist hier bestens aufgehoben. Für Timon ist es wieder schwierig etwas essbares zu finden, er ernährt sich seit einer Woche von Fish and Chips. Wir überreden ihn zu Penne Carbonara, erklären das es eine Cremesoße ist mit Schinken. Als es kommt sind Pilze mit dabei, schon zieht er ein langes Gesicht. Zu der Penne gibt es krosses offenbar selbstgemachtes Knoblauchbrot, lecker. Christian hat sich Wasser zum Essen bestellt, er wollte kein sparkling Water (also Mineralwasser) sondern still water. Die Bedienung fragte ob er tap water (also Leitungswasser) möchte, er hat es nicht richtig verstanden und bejaht. Also bekam er Leitungswasser. Das Leitungswasser in Schottland ist sehr chlorhaltig. Die ersten Tage war dieser Chlorgeruch für unsere Nasen unerträglich und beim Zähneputzen auch unangenehm. Nach vier Tagen allerdings haben wir den Chlorgeruch nicht mehr wahrgenommen. Christian trinkt das Leitungswasser tapfer und bekommt abends Durchfall davon.

DSCF1303kAuf den Weg weiter nach Fort William halten wir in der Nähe von Glenfinnan um den Viadukt zu fotografieren. Die große Eisenbahnbrücke ist den Harry Potter-Filmen bekannt. Wie so oft ist es schwierig ein schönes Foto von ihr zu machen. Von wo aus ist der beste Standort zum fotografieren? Bäume und eine Wellblechhütte stehen vor der Brücke. Die verschiedenen Trampelpfade zeigen wo sich die meisten Touristen zum fotografieren hinstellen. Ich wandere umher und mache Fotos aus verschiedenen Perspektiven.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis Fort William, wir kommen im Bed and Breakfast Hotel an welches etwas abgelegen ist. Das Zimmer ist klein, aber sehr freundlich und gemütlich. Zum Essen laufen wir in die Stadt die etwa 2km entfernt ist. Die Innenstadt von Fort William ist wirklich schön, es gibt interessante Geschäfte und Pubs. Die meisten Geschäfte haben schon geschlossen, vielleicht bleibt morgen noch Zeit etwas zu stöbern.

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Dienstag, den 05.08.2014

Fort William

Heute wollen wir mit dem Jacobite Train von Fort William nach Mallaig fahren, der über den Viadukt fährt und auch aus den Harry Potter – Filmen bekannt ist. Die Sonne scheint und so laufen wir zum Bahnhof. Im Zug gibt es nur reservierte Plätze, wir haben die Plätze schon im Januar gebucht. Der Zug füllt sich schnell und fährt bald los. Die Landschaft wird immer schöner je weiter wir aus Fort William herauskommen. Aber wie immer ist es schwierig durch die Scheibe schöne Fotos zu machen.

DSCF1332kWir halten an zwei Bahnhöfen bevor wir in Mallaig ankommen. Dort essen wir etwas und stöbern noch durch diverse Gift Shops. Auf der Rückfahrt bin ich sehr müde, das gleichmäßige Geruckel schläfert mich ein. Ich möchte unbedingt ein Foto von der Eisenbahn auf dem Viadukt. Da wir jetzt weit hinten im Zug sitzten sind die Chancen ganz gut, allerdings sitzen wir auf der falschen Seite. Timon blockiert für mich die Tür, hier ist die Scheibe offen und man kann gut heraus fotografieren. Nachdem ich mir den Platz gesichert habe gehe ich hier nicht mehr weg.

DSCF1380kWieder zieht die wunderschöne Landschaft an uns vorbei. Grün soweit das Auge reicht.

DSCF1410vkErst begegnen wir dem anderen Jacobite Train im Bahnhof von Glenfinnan und dann fahren wir über den Viadukt. Etliche Menschen stehen darunter um den Zug auf der Brücke zu fotografieren.

Nach unserer Ankunft schlendern wir noch durch die Innenstadt von Fort William. Ich finde endlich eine Haarbürste und kaufe mir zwei Naturhandcremes wovon eine wunderbar nach Lavendel und die andere nach Lemongrass duftet!

Mittwoch, den 06.08.2014

Fort William – Edinburgh

Wir machen uns auf zu unseren letzten Etappe, wieder zurück nach Edinburgh. Da heute Abend das Tattoo ist und wir den Mietwagen bis 16 Uhr abgeben müssen haben wir nicht ganz so viel Zeit. Ich möchte aber noch zu Treasures of Earth, hier gibt es Edelsteine und versteinerte Tiere und Knochen zu sehen. Wir sind die Ersten, die großen und auch besonderen Edelsteine sind beeindruckend.

DSCF1466kHier gibt es unter anderen eine Sandrose die etwa 50cm hoch ist! Es ist schon ein Wahnsinn was die Natur so alles zu stande bringt.

DSCF1468kAuf den oberen Bild sieht man einen synthetischen Bismut-Kristall. Wer mehr darüber wissen möchte folge einfach dem Link.

DSCF1514kAuf der Rückfahrt nach Edinburgh halten wir nicht mehr so oft an, einfach weil die Zeit etwas drängt. Einmal hält Christian aber doch an weil die Berge wieder so schön sind. Ich steige alleine aus dem Auto. Leider ist der beste Moment zum fotografieren schon wieder vorbei. Ich sehe einen Bach, wo ein Trampelpfad hinunter geht und vermute ein besonderes Motiv. Der Pfad ist sehr matschig und ich mache mich vorsichtig auf den Weg nach unten. Auf einmal komme ich ins rutschen kann mich aber gerade noch abfangen und platsche mit meinem linken Fuß in ein Matschloch! Der Matsch spritz einmal hoch und ich sehe zu wie der Matsch sich über meinen kompletten Fuß ergießt. Super!!! Einen Moment stehe ich da regungslos und überlege was ich jetzt mache. Soll ich in der Hoffnung auf ein schönes Foto weiter runter gehen, mit der Gefahr ganz aus zu rutschen oder zurück zum Auto. Wie gut kann ein Foto sein, das ich mich dieser Gefahr hingebe? Ich trete den Rückzug an, auf dem Weg zurück zum Auto muss ich mich schon ausschütten vor Lachen. Ich bin gespannt auf die Gesichter der beiden Herren.

Gut das mein Koffer oben liegt, es müssen neue Schuhe und eine neue Hose her. Der Matschschuh wird zunächst in eine Tüte verstaut! Der Strumpf ist auch besprenkelt muss jetzt aber so bleiben. Während ich mich umziehe fallen mich die Mücken an. Sie sind wirklich hartnäckig. Halb angezogen schmeiße ich die Autotür schon zu, was für eine Plage.

DSCF1624kAls wir in Edinburgh ankommen regnet es mal wieder, bis heute Abend muss das Wetter aber noch besser werden da das Tattoo draußen auf offenen Tribünen stattfindet. Wir beziehen unser Hotel und Christian und Timon bringen den Mietwagen weg. Stille, wie schön! Seit wir zu Hause losgefahren sind bin ich das erste Mal alleine. Da wir in allen Hotels zu dritt ein Zimmer haben, hängen wir uns die ganze Zeit auf der Pelle. Für alle ist das anstrengend, aber dafür läuft es gut und es gibt wenig Auseinandersetzungen.

Ich nutzte die Zeit um Schuhe zu putzen und meine Hose sauber zu machen.

DSCF1617kAm Abend ist bestes Wetter, die Sonne kommt noch heraus. Das Tattoo (ich füge einen Link von you tube ein) ist wieder super, mir gefällt es diesmal noch besser als vor zwei Jahren. Die Kulisse vor dem Edinburgh Castle ist traumhaft, immer wieder wird etwas an die Wände projeziert.

DSCF1566kDie Show ist sehr abwechslungreich. Neben den Pipe and Drum Bands sind Gruppen aus verschiedenen Nationen mit unterschiedlichen Musikrichtungen dabei.

DSCF1548kGruppen wie die Shetland Fiddlers, Zulu Dance Troupe, Nagaland Folkloric Group, sowie Gruppen aus Singapore und Neuseeland sind zu sehen. Da hier Fotos nicht so viel ausdrücken mache ich mit meiner Kamera viele Videoaufnahmen. Ich merke aber schnell das der Speicherplatz schwindet. Am Ende der Vorstellung ist aller Speicherplatz belegt, nicht ein Foto kann ich mehr machen.

Ein schöner Abend geht viel zu schnell vorbei und wir haben mit dem Wetter so viel Glück gehabt. Zufrieden fahren wir mit dem Taxi zurück ins Hotel.

Einen weiteren Teil wird es noch geben, wo ich euch von den letzten Tagen in Edinburgh berichten werde. In diesen Wochen ist in Edinburgh viel los, neben dem Tattoo gibt es unterschiedliche Festivals, die Stadt ist eine einzige Party.

LIEBEVOLLe Grüße Dini.

Rundreise durch Schottland Teil 3

Nachdem wir schon viel schöne Landschaft genossen haben geht es weiter über die Insel Skye. Ich kann mich an den schönen Bildern nicht satt sehen, ob es den Schotten die hier leben auch so geht, ob sie wissen wie besonders ihr Land ist?

Sonntag, den 03.08.2014

Isle of Skye, Norden der Insel

Die ganze Nacht hat es geregnet und auch am Morgen sieht es nicht anders aus. Schöne Aussichten für unser geplante Bustour. Ich ziehe mich warm und regenfest an. Als wir am Bus ankommen, tropft das Wasser von uns runter. Es ist ein kleiner Bus und wir werden von Bill begrüßt. Schnell füllt sich der Bus, insgesamt sind es 10 Touristen aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt! Es wird ein bisschen über das schlechte Wetter gescherzt, dann erklärt uns Bill die Route und was wir vielleicht sehen werden. Aufgrund des schlechten Wetters mit sehr schlechter Sicht (Nebel) kann es sein, das wir unser erstes Ziel The old man of storr ausfallen lassen müssen.

Genau darauf hatte ich mich besonders gefreut. Aber das Wetter macht uns tatsächlich einen Strich durch die Rechnung. Nachdem wir etwas weiter fahren, hört es auf zu regnen, unser nächster Halt sind die Lealt-Falls (zwei Wasserfälle), die Landschaft ringsherum ist atemberaubend!

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Das das Wasser so braun ist liegt an dem Torf der ständig aus den Bergen gespült wird!

Wir laufen zu dem Wasserfall runter und alles was man runter läuft muss man auch wieder hoch laufen! Diese Erfahrung machen wir an diesem Tag noch häufiger. Schnell fange ich in meiner warmen Kleidung an zu schwitzen. Gut das ich auch ein T-Shirt eingepackt habe.

DSCF1140kKlippen direkt ins Meer. Unten am Wasser gab es früher eine Fabrik die einen Grundstoff für Dynamit hergestellt hat, ein Teil der Grundmauern stehen noch.

DSCF1139kDie weißen Punkte oben auf der Klippe sind grasende Schafe, bei unserem nächsten Stopp ist eine noch höhere Klippe mit Schafen drauf. Vielleicht versteht ihr jetzt, was ich damit meine, ob wohl Schafe ins Meer stürzen.

DSCF1132kEin schöner Ort, den wir viel zu schnell wieder verlassen. Wahnsinn ist wie laut das tosen eines Wasserfalls ist, es ist ohrenbetäubend!

Weiter geht es zu einem weiteren Aussichtspunkt mit Blick auf einen noch höheren Wasserfall und auf den Kilt Rock, einen Felsen, der aussieht, wie die Falten eines Kilts.

DSCF1158kSeht ihr die Schafe auf den Klippen? Hier sind die Klippen zur Sicherheit umzäunt, weil es wirklich sehr steil nach unten geht.

Das Wetter wird immer schöner die Sonne kommt raus und es wird richtig warm.DSCF1190kEinen kurzen Stopp machen wir an einem Naturkundemuseum, das aber an diesem Tag geschlossen hat. So bleibt nur kurz Zeit für eine Toilettenpause. Die Landschaft ist herrlich und weil das Wetter gerade so schön ist, verschieben wir das Mittagessen nach hinten und machen erst den nächsten Sightseeing Stopp.

DSCF1223kDieser Ort ist magisch, wie aus einer anderen Welt! Fairy-Glen (also Feen-Tal übersetzt). Und man könnte wirklich glauben das hier Feen wohnen. Ich kann die Landschaft nicht so richtig beschreiben. Eigentlich ist sie wie schon gesehenes viele bewachsene Felsen und doch sieht es anders aus.

DSCF1235.kJPGWenn man den Felsen hochklettert hat man einen wunderbaren Aussichtspunkt. Schwer ist eigentlich nur das letzte Stück durch eine schmale Felsspalte und entweder kann man sich zwischen der Felsspalte hindurch quetschen oder man muss drüber klettern.

DSCF1217kWir gehen mit fast der ganzen Gruppe dort hoch und machen oben ein Gruppenfoto! Unten haben Leute Steinkreise und -spiralen gelegt. Man kann durch die Spirale laufen und den Feen ein Geschenk da lassen, damit einem die Feen Glück bringen.

Schade das hier so viele Touristen sind. An diesem Ort wäre ich gerne eine Weile ganz alleine geblieben und hätte mich einfach nur ins weiche Gras gelegt. Ich glaube es lohnt sich dort an einem schönen Tag ganz früh morgens hinzufahren, es muss dann unglaublich friedlich sein.

DSCF1242kDSCF1244kNach diesem magischen Ort fahren wir zum Fährhafen nach Uig, wo wir etwas essen können. Wir setzen uns in ein Restaurant von wo aus man die Fähre beobachten kann. Wir schaffen es gerade in der vorgegebenen Zeit zu essen und steigen dann wieder in den Bus.

DSCF1251kDie Gruppe hat die Möglichkeit sich zu teilen. Entweder kann man sich ein weiteres Castle anschauen oder einen Leuchtturm. Alle wollen den Leuchtturm sehen und so geht es ohne Umwege dorthin. Wir fahren zum Neist Point Light House. Aber um den Leuchtturm zu sehen müssen wir erstmal laufen, wir laufen hoch und laufen runter und laufen hoch und wieder runter. Zwischendurch werden wir von schottischen Mücken angegriffen. Sie sind wirklich winzig (nur 2mm) aber sie kommen im Schwarm und beißen einem ins Gesicht und in die Haare.

DSCF1258kWir müssen einmal um den ganzen Berg herum, bevor wir den Leuchtturm zu sehen bekommen. Wir sind ganz zum Lechtturm hin gelaufen, aber von Nahem ist er nicht mehr so ansehnlich, deshalb das Foto von Weiten. Und wieder ist es beschwerlich an diesem Tag, verschwitzt und völlig erledigt kommen wir am Bus an. Von hier aus fahren wir wieder zurück nach Portree. Unterwegs fängt es wieder an zu regnen und bei Regen verlassen wir auch wieder den Bus.

Bill ist ein hervorragender Erzähler und weiß die Leute zu unterhalten. Leider erreicht er mich nicht, ich verstehe einfach zu wenig und Christian kann nicht alles übersetzten. Am Abend beim Essen gibt er uns noch eine Zusammenfassung des Gesagten.

In Schottland geht es bald darum ob es von England unabhängig wird. Immer wieder sieht man Plakate mit „yes“ drauf, auch Schotten die Buttons an der Kleidung tragen oder Aufkleber am Auto haben. Gegenstimmen mit „no“ haben wir wenige gesehen, aber ein „nein“ zeigt man vielleicht nicht gerne so öffentlich. Ich bin gespannt ob Schottland die Unabhängigkeit von England schafft und wie es dann weiter geht.

Diese Bustour war wirklich ein ganz besonderer Tag und hat viel Spaß gemacht, es ist nochmal etwas anderes als auf eigene Faust unterwegs zu sein!

LIEBEVOLLe Grüße Dini

Rundreise durch Schottland Teil 2

Auf der Isle of Skye sind wir insgesamt 4 Nächte geblieben, also letztendlich haben wir 3 ganze Tage dort verbracht. Was unsere Unternehmungen angeht haben wir im Vorfeld nicht viel geplant, sondern spontan entschieden was wir machen. Obwohl wir zwei Reiseführer zu Hause hatten, fand ich es schwierig, genau zu sagen, was wir wann machen wollen.

DSCF0806kFreitag, den 01.08.2014

Isle of Skye, Portree

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zur Touristeninformation um zu überlegen was genau wir die nächsten Tage machen wollen. Es regnet in Strömen so das wir trotz des kurzen Weges bald nass sind. Wir wissen das wir eine Bootstour machen wollen um Seehunde, Delfine, Adler oder sogar Wale zu sehen. Ich würde auch gerne eine Bustour machen, die einen zu schönen Plätzen bringt und wo man mit Hintergrundinformationen versorgt wird. So richtig finden wir bei der Touristeninformation nichts, wir nehmen aber ein paar Flyer mit.

DSCF0849kWir kommen an einem Plakat für Bootstouren vorbei und Christian bucht gleich eine Tour per Handy für mittags! Ok, das beste Wetter ist es nicht aber worauf wollen wir warten mit schlechten Wetter müssen wir hier immer rechnen! Wir gehen ins Hotel, versuchen unsere Regenjacken schnell zu trocknen. Dann ziehen wir uns wetterfest an, auch meine Kamera bekommt eine zusätzliche Tüte über bevor sie in die Gürteltasche kommt.

Der Regen lässt zunächst etwas nach während wir auf das Boot warten. Eine andere deutsche Familie kommt auch mit. Insgesamt sind wir auf dem kleinen Boot 12 Leute. Als wir im Boot sitzen, fängt der Regen wieder richtig an. Super zwei Stunden nassregnen lassen, ich bin begeistert! Ich habe nicht wirklich Lust Fotos zu machen, weil ich um meine Kamera zuviel Angst habe. Ich hole sie immer kurz aus der Tüte, mache ein paar Fotos und stecke sie wieder ein.

DSCF0859kAls erstes zeigt uns der Guide einen Felsen wo zwischen Ästen ein Seeadler sitzt. Mit dem bloßen Auge kann man ihn sehen, allerdings ist ein Fernglas hilfreich. Wir sind nicht das einzige Touristenboot, weitere kommen hinzu. Ein anderer Guide versucht den Adler mit Fisch zu locken. Die Möwen freuen sich über die leichte Beute, der Adler sitzt dort fest und lacht wahrscheinlich über uns blöde Touristen. Er hat Recht bei so schlechten Wetter geschützt sitzten zu bleiben. Wir fahren mit dem Boot etwas weiter, dort sitzt eine Adlerdame, auch sie mag nicht runter kommen.

Na, wer von euch sieht den Seeadler? Wirklich er sitzt da etwa in der Fotomitte!

Na, wer von euch sieht den Seeadler? Wirklich er sitzt da etwa in der Fotomitte!

Weiter geht es hinaus aufs Wasser. Immer mal wieder sieht man Flossen auftauchen und wieder verschwinden. Erst denke ich an Delfine, aber der Guide sagt uns das es Zwergwale sind, die sich dort tummeln. Näher bekommen wir sie nicht zu Gesicht! Weiter hinten taucht auf einmal ein Seehund auf, er schwimmt durchs Wasser und guckt immer wieder mit dem Kopf raus.

DSCF0873kDas war aber auch schon alles was wir gesehen haben. Man kann sich vielleicht darüber streiten ob so eine Bootstour Sinn macht oder nicht. Im Laufe der Fahrt hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kommt raus. Also kann ich doch noch schöne Fotos machen. Mir hat die Tour trotzdem Spaß gemacht, obwohl wir keines der Tiere nah gesehen haben. Alleine das Gefühl das sie alle in der Nähe waren war schon toll. Timon war hinterher auch ganz glücklich er durfte das Steuer übernehmen und das Boot in den Hafen zurück bringen. Also waren alle zufrieden.

Wieder zurück, essen wir erstmal etwas und schauen uns Portree und die kleinen Geschäfte an, ich kaufe Postkarten. Zurück im Hotel machen wir eine Pause. Abends gehen wir zum Italiener, hier gibt es riesige leckere Pizza. Wir kommen wieder genau zur richtigen Zeit, kurz danach ist es voll und kein Tisch mehr zu bekommen.

DSCF0882kDie Sonne bleibt bis zum Abend. Am nächsten Tag wollen wir uns auf eigene Faust den Süd-Westen von Skye anschauen, den Tag darauf haben wir eine Bustour gebucht die uns den Norden der Insel zeigt! Einige schöne Sehenswürdigkeiten stehen dann auf dem Plan.

Samstag, den 02.08.2014

Isle of Skye, Süd-Westen, Talisker und Elgol

Auf der Karte habe ich einen Strand in Talisker ausgemacht. Also ist das unser erstes Tagesziel. Das Wetter ist sonnig. Zunächst kommen wir an einer wunderbaren Steinbrücke vorbei, die über ein kleines turbulentes Flüsschen führt, also müssen wir mal gleich anhalten. Das Kind möchte nicht mit aussteigen, zu langweilig. Christian und ich marschieren los.

DSCF0902kEs ist nicht so einfach schöne Motive zu fotografieren, da immer irgendwo andere Touristen herumlaufen die auch Fotos machen. Und man möchte nicht immer irgendwelche Leute auf dem Foto haben. Wir gehen etwas am Ufer des Flußes entlang, der fröhlich vor sich hin sprudelt.

DSCF0915kÜberall im Flußbett sind große und kleine Steine und am Ufer wächst Heide. Soviel Heide wie in Schottland habe ich in der Lüneburger Heide nicht zu Gesicht bekommen, nur das sie hier mehr verteilt ist.

DSCF0924kWir laufen ein bisschen im Flußbett herum, von Stein zu Stein und haben eine wahre Freude daran. Interessant sind die großen Steine mit tiefen Mulden in denen wieder kleine Steine liegen. Nach einer Zeit gehen wir wieder zum Auto zurück, das Kind fragt sich schon wo wir bleiben. Als wir erzählen wie schön es an dem Fluß war ist er etwas enttäuscht.

DSCF0910kWeiter geht die Fahrt, die Straßen werden immer schmaler. So schmal das nur ein Auto darauf fahren kann, in regelmäßigen Abständen gibt es sogenannte Passing Places, wo sich begegnende Autos aneinander vorbei können. Das ist eine lustige Fahrt, weil einem immer jemand entgegen kommt, aber mit diesen Haltebuchten funktioniert es ganz gut, alle sind aufmerksam und bedanken sich durch Handheben.

DSCF0933kMit Schafen und anderen Getier ist auch immer zu rechnen. Also schön langsam fahren und die Landschaft genießen, also ich weil Christian auf die Straße achten muss. Hin und wieder halten wir für einen Fotostopp an.

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Zwischen den Felsen sieht man schon das Meer, im Hintergrund die äußeren Hebriden.

In regelmäßigen Abständen müssen wir Cattle Grids passieren, das sind Gitter die in der Straße eingelassen sind, die die Schafe daran hindern ihr Territorium zu verlassen. Wie ein Schäfer allerdings alle Schafe zusammen bekommt, wenn sie hoch in den Bergen grasen weiß ich nicht. Außerdem würde mich interessieren wie oft Schafe von den Klippen ins Meer stürzen, ich habe gesehen wie nah sie teilweise an der Kante grasen.

DSCF0957kWir kommen an eine Stelle wo mehrer Autos parken. Weiter kommen wir mit dem Auto nicht und müssen zu Fuß weiter gehen. Bald merken wir das der Strand noch ein ganzes Stück entfernt ist. Christian läuft nochmal zum Auto und holt den Rucksack wo auch Getränke drin sind. Es scheint kein belebter Strand zu sein, sondern eher ein Geheimtipp.

DSCF0989kAm Strand angekommen bin ich zunächst etwas enttäuscht. Es ist nicht ein Strand im herkömmlichen Sinne. Über große Steine die zum Meer hin immer kleiner werden müssen wir klettern um ans Wasser zu kommen. An einer Stelle ist sogar etwas wie Sandstrand, allerdings mit schwarzem Sand.

DSCF0992kWir stellen bald fest das das balancieren auf den Steinen ziemlich viel Spaß macht und laufen auf diese Weise ein bisschen am Strand entlang. Während Christian einen Platz etwas höher auf einen angeschwemmten Baumstamm findet und mit dem Fernglas auf die äußeren Hebriden guckt, suchen Timon und ich verschieden große Steine und bauen daraus einen Turm. So etwas wollte ich immer schon mal machen!

DSCF1095kWir verbringen eine ziemliche Weile hier am Strand, es sind hier nur wenige Touristen unterwegs deshalb ist es ein sehr ruhiger Ort. Da wir uns vorgenommen haben auch mal Fotos von uns zu machen, nutze ich die Gunst der Stunde.

DSCF1099kAuf Begeisterung stößt es aber nicht gerade, egal. Gut das ich hier nicht alle Fotos zeigen kann, meine Güte muss man viele Fotos machen damit ein paar brauchbare dabei sind. Da fotografiere ich doch lieber Landschaften, die sind nicht so widerspenstig.

DSCF1031kWir machen auch ein paar Bilder mit Selbstauslöser, was ziemlich lustig ist. Einmal stürzt die Kamera fast von einen Stein. Die Fotos haben es hier allerdings nicht in die engere Auswahl geschafft.

DSCF1093kAuch ein Mutter-Kind-Foto ist selten, da die Mutter eigentlich hinter der Kamera steht.

Das Wetter wird immer bewölkter, irgendwann brechen wir dann wieder auf und verlassen diesen Ort mit etwas Wehmut. Wir fahren weiter Richtung Elgol, dafür müssen wir erstmal ein ganzes Stück die Strecke zurück fahren.

Im Reiseführer steht zu Elgol: Am Ende der recht kurvenreichen Strecke liegt an der Spitze einer weit ins Meer reichenden Halbinsel das Fischerforf Elgol. Von hier hat man eine wunderbare Aussicht über die breite Bucht Loch Scavaig auf die Cuillins. (Quelle: ADAC Reiseführer Schottland)

DSCF1114kInzwischen fängt es an zu regnen, die Strecke ist wie die zuvor beschriebene, nur mit einem dreifachen Verkehrsaufkommen. Wir sind in Elgol ausgestiegen, es regnete wir haben einmal in den Hafen hinunter geguckt. Ganz ehrlich es sah nicht sehr ansprechend aus. Dann war ich froh eine Toilette zu finden, habe mich erleichtert, wir sind wieder ins Auto gestiegen und zurück gefahren. Neben Schafen kreuzten hier auch Rinder den Weg. In Schottland gibt es viele Wahnschilder die auf Gefahren aufmerksam machen, neben den Schildern mit Schafen, Rindern und Wild drauf, haben wir auch eins mit Enten oder die Wahnung vor älteren Menschen gesehen.

Alles in allem hatten wir an diesem Tag viel Spaß!

Im nächsten Teil geht es um unsere Bustour in den Norden der Insel für mich einer der schönsten Tage in Schottland mit den am meisten geschossenen Fotos!

LIEBEVOLLe Grüße Dini

Rundreise durch Schottland Teil 1

Wir sind aus unserem wunderbaren Urlaub in Schottland zurück. Im Gepäck 1500 Fotos und Videos, die ich dort gemacht habe. Gestern habe ich sie gesichtet und sortiert. Gerne möchte ich hier von unserem Urlaub und dem wunderbaren Land berichten. Auf Grund der vielen schönen Fotos (ich habe etwa 70 ausgesucht) und der Erlebnisse werde ich einen Mehrteiler daraus machen und mehrere Blogbeiträge schreiben. Wir hatten einen unvergesslich schönen Urlaub und haben aus Schottland viele Eindrücke mitgenommen. Aber seht selber…

DSCF0303kMontag, den 28.07.2014

Hannover-Edinburgh

Der 1. Reisetag stellt uns gleich etwas auf die Probe. Direkt am Flughafen in Hannover geht es mit Verspätung los, wegen schlechten Wetters in London. Zunächst sind wir noch ganz ruhig, da wir für den Umstieg in London ausreichend Zeit haben. Allerdings warten wir auch im Flugzeug noch eine ganze Weile. In London angekommen werden wir gleich von einer Dame in Emfang genommen, die uns einen orange-farbenen Zettel mit „Express Connection“ in die Hand drückt. Allerdings müssen wir schnell erkennen, dass man mit diesem Zettel trotzdem nicht überall schneller dran kommt. Der Flughafen in London Heathrow ist total überfüllt und nicht nur unsere Maschine hat Verspätung. Aber auch unser Anschlußflug ist verspätet und so geht alles gut; wir und unsere Koffer kommen in Edinburgh an.

DSCF0296kAm Flughafen steht dann ein Mercedes C180T für uns bereit. Zunächst wirkt das Auto groß, bis wir Koffer und Rucksäcke darin verstaut haben. Gut das wir nur zu dritt sind, zu viert wäre es echt eng. Auch nach dem Einstellen des Sitzes hat Christian jedesmal Probleme beim Einsteigen und bricht sich fast die Beine. An der Körpergröße kann es eigentlich nicht liegen, vielleicht ist es die ungewohnte Sitzposition auf der rechten Seite. Ich könnte nicht fahren, würde es mir nicht zutrauen mit einem neuen Auto im Linksverkehr zu fahren und bewundere wie souverän mein Mann das Auto durch Edinburgh lenkt!

DSCF1636kWir sind im selben Hotel wie vor zwei Jahren, aber erstmal nur für eine Nacht und dann am Ende unseres Urlaubs nochmal für vier Nächte.

DSCF0341kDienstag den 29.07.2014

Edinburgh – Fort Augustus am Loch Ness

Das Frühstück hat sich deutlich verschlechtert, es gibt Kelloggs, Toast und Croissants; als Aufstrich Nutella und Marmelade, etwas Joghurt und Obst. Für einen Tag kein Problem, aber wenn man es länger essen soll etwas dürftig.

Morgens fahren wir zeitig los, Eile haben wir nicht. Wir haben den ganzen Tag Zeit müssen erst abends in Fort Augustus sein. Timon interessiert sich für ein Schiffshebewerk, das Falkirk Wheel.

DSCF0329kIch habe schon vor ein paar Jahren Fotos von dem Schiffshebewerk gesehen, aber so richtig verstanden habe ich es erst nachdem wir im Boot mitgefahren sind und ich es mir dann nochmal von außen angeschaut habe. Die Konstruktion ist in der Art eines Riesenrades und einmalig auf der Welt.

Wir fahren weiter, die Landschaft ist wunderschön aber während der Fahrt ist es schwer zu fotografieren, um wirklich schöne Aufnahmen zu haben. Christian ist sehr geduldig und hält immer wieder an, manchmal fährt er wieder ein Stück zurück, wenn ich ein schönes Fotomotiv gesehen habe. Das Wetter ist die ganze Zeit immer wieder stark bewölkt, manchmal kommt die Sonne heraus oder es regnet auch mal ein paar Tropfen.

DSCF0359kEinen längeren Stopp machen wir beim Blair Castle, das Schloss bekommen wir aber gar nicht zu Gesicht. Dafür müssten wir noch eine ganze Strecke zu Fuß gehen und da ist die Zeit zu knapp. Dafür sehen wir eine Kirche mit Friedhof.

DSCF0371kMein persönlicher Fotostar an diesem Tag ist aber ein Highland-Rind mit seinen langen Hörnern. Ich hoffe noch viele zu Gesicht und vor die Kamera zu bekommen.

DSCF0368kSie sind einfach zu süß mit ihrem langen zotteligen Pony und den kurzen Beinen.

DSCF0360kEs ist interessant wie sich die Landschaft in nur wenigen Kilometern immer wieder verändert. Manchmal könnte man auch bei uns unterwegs sein, dann im Sauerland, Bayern oder Österreich. Die Landschaft wechselt so schnell wie das Wetter. Die Straßen sind schmal und ich bekomme immer wieder Angst wenn uns Busse oder LKWs entgegen kommen.

DSCF0390kÜberall gibt es Wasser, egal ob große oder kleine Wasserfälle, Flußläufe oder Seen (schottisch:Loch). Das Wasser tropft von den Bergen runter, auch wenn es nicht regnet. Ich würde sagen während unseres Aufenthalts waren wir nie mehr als 50 Meter vom Wasser entfernt! Abgesehen von Edinburgh konnten wir von jeder Unterkunft aus Wasser sehen. Für mich gibt es nichts Schöneres als eine Kombination von Wasser und Bergen!

DSCF0440kIn Fort Augustus angekommen gab es einen kurzen Regenschauer, vermischt mit Sonne und daraus entstand ein Regenbogen (der erste den ich fotografiert habe). Timon haben in Fort Augustus die vielen Schleusen interessiert. Es ist unglaublich wie viele Boote und Segelschiffe hier täglich die Schleusen passieren. Der Ort selber ist ein Dorf mit rund 500 Einwohnern, also nur etwas mehr als Drenke.

Loch Ness ist wirklich riesig, der See ist 38km lang, bis zu 1,5km breit, 260 Meter tief, die Sichtweite im Loch ist ca. 3,5 Meter und die Wassertemperatur liegt bei 5° (im Sommer bis zu 14°). Loch Ness hat unter der Wasseroberfläche steil abfallende Wände. An einigen Abschnitten erreicht der See weniger als 15 m vom Ufer entfernt eine Tiefe von 53 m, was einem im Winkel von 75° abfallenden Hang entspricht. In dieses Loch möchte ich nicht fallen! (Quelle Wikipedia)

Mittwoch, den 30.07.2014

Fort Augustus am Loch Ness

DSCF0488kWir machen uns morgens zeitig auf den Weg und gucken uns Urquart Castle an. Wir bekommen zunächst einen Film über die Geschichte des Schlosses gezeigt, von dem heute nur noch Ruinen stehen. Der Film ist mit deutschen Untertiteln, wie schön für mich so verstehe ich auch etwas. Mein Englisch ist wirklich verrostet, die Schulzeit ist 24 Jahre her. Danach habe ich Englisch nicht mehr gebraucht. Manchmal ärgert es mich das ich nicht gut Englisch verstehe und spreche, aber man muss es auch anwenden können. Besonders schwierig ist es wenn dann die Schotten englisch sprechen oder auch andere Ausländer, die einen Akzent dabei haben und oder sehr schnell sprechen. Die ersten Tage hätte es auch chinesisch sein können, ich habe nichts verstanden. Es wurde dann aber etwas besser, nachdem ich mich reingehört hatte. Für mich war es beruhigend, dass Christian der nun wirklich gut Englisch kann und auch Bücher auf Englisch liest, manchmal auch nicht alles verstanden hat.

DSCF0529kWeiter geht es Richtung Inverness zur Besichtigung der Whisky Destillerie Glen Moray. Durch einen Unfall mit Stau verzögert sich unsere Ankunft. Die Führung hat schon angefangen. Wir essen erstmal etwas und nehmen die nächste Führung. Der Vorgang der Whisky Herstellung ist interessant, mich haben besonders die vielen Fässer beeindruckt, die dort lagern. Wir haben alle Jahrgänge unserer Kinder (1998,2000 und 2002) dort gefunden. Anschließend durften wir noch Whisky verkosten, genau richtig für mich wo ich keinen Whisky mag. Christian der Ärmste durfte hingegen nur nippen, weil er Autofahren musste. Zur Entschädigung hat er sich dann ein edles 16-jähriges Tröpfchen mit nach Hause genommen.

DSCF0535kEigentlich wollten wir noch in Fort George vorbei, dort gibt es eine gut erhaltene Festung aus dem 18. Jahrhundert, die Timon gerne gesehen hätte. Aber es ist inzwischen zu spät und wir machen uns auf den Heimweg. Hin und wieder halten wir für schöne Fotomotive an, so auch an der Old Bridge, die Christian auf den Hinweg bemerkt hatte.

Donnerstag, den 31.07.2014

Fort Augustus – Isle of Skye, Portree

Nach dem Frühstück machen wir eine 1-stündige Bootstour auf dem Loch Ness. Hier erfahren wir etwas über das Ungeheuer von Loch Ness! Es ist für heute sehr schlechtes Wetter gemeldet. Als wir über den See fahren zieht es immer mehr zu, aber es regnet nur kurz. Wir machen nochmal einen Gang durch das beschauliche Örtchen und fahren dann Richtung Isle of Skye.

DSCF0642kDie Landschaft ist einfach unbeschreiblich schön, selbst mit den tiefhängenden Wolken und immer wieder Nebel der sich um die Berge legt. Ich weiß nicht wo ich schonmal so viele verschiedene Grüntöne in einer Landschaft gesehen habe! Während der ganzen Fahrt staunen wir vor uns hin. Immer wieder halten wir kurz an. Da die Straßen sehr schmal sind können wir  nur auf Parkplätzen anhalten (die es wirklich reichlich gibt), leider sind die schönsten Fotomotive dann oft schon wieder vorbei.

DSCF0671kDann schauen wir uns Eilean Donan Castle an, ein beliebtes Foto- und Filmmotiv.

1912 erwarb Lt. Col. John MacRae-Gilstrap die Ruine und begann mit ersten Restaurierungsarbeiten. Unterstützt wurde er dabei von einem ansässigen Steinmetz, Farquhar MacRae, der mit MacRae-Gilstrap den Traum teilte: „claimed to have had a dream in which he saw, in the most vivid detail, exactly the way the castle originally looked“. Die komplette Wiederherstellung wurde zwischen 1920 und 1932 durchgeführt, abweichend von den ursprünglichen Plänen wurden zusätzlich die steinerne Zugangsbrücke sowie ein Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Clans Macrae geschaffen. Die Kosten der Restaurierung werden heute auf 250.000 £ geschätzt.

Eilean Donan Castle befindet sich heute im Besitz der vom Clan Macrae geschaffenen Conchra-Stiftung und wird als Museum genutzt. Im Jahr 2009 wurden weit über 310.000 Besucher gezählt und machen Eilean Donan Castle damit zu der am drittmeisten besuchten Burg Schottlands.“(Quelle: Wikipedia)

DSCF0717kHier halten wir uns eine ganze Weile dort auf. Man kann sich die Burg nicht nur rund herum anschauen, sondern auch im Inneren gibt es viel zu sehen. Christian ist da wieder etwas ausdauernder wie Timon und ich. Wir machen in der Zwischenzeit viele Fotos, von der Burg und uns selber.

DSCF0644kEs dauert nicht lange bis wir die Insel Skye erreichen, erstaunt sind wir aber das es bis Portree noch ziemlich weit ist. Die Straßen sind voll von Bussen und Wohnmobilen, so geht es nur langsam vorran. Die Berge verschwinden zwischendurch fast komplett im Nebel. In Portree angekommen liegt unser Hotel am Hafen und es ist wirklich nicht zu verfehlen, denn es ist sehr pink! Wir haben ein wirklich geräumiges, freundlich eingerichtetes Zimmer mit direkten Blick auf den Hafen.

DSCF0812kAbends etwas zu Essen zu bekommen ist wirklich schwierig. Der Ort ist klein, hier leben nur ca. 2000 Einwohner. Umso mehr Restaurants gibt es, wirklich unzählige was auch zeigt wieviele Urlauber hierher kommen. Wenn man nicht vorbestellt hat ist es schwer einen Tisch zu bekommen. Oft wird man weggeschickt und muss später wieder kommen.

Zum Frühstück gibt es seit Fort Augustus scottish breakfast, jeden Tag werden hier auf Wunsch Eier, Bacon, Bohnen, Würstchen zubereitet, wahlweise mit white or brown Toast. Für mich ist das nichts, ich halte mich deshalb an Müsli und Toast mit Marmelade. Mich würde interessieren was der Schotte so tagtäglich zum Frühstück verzehrt. Wurst und Käse haben wir nicht zu Gesicht bekommen.

Es ist wahnsinn wieviele Deutsche hier sind. Dafür das uns jeder überrascht angeschaut hat wenn wir unser Reiseziel nannten, ist es scheinbar ein sehr beliebtes Urlaubsziel nicht nur für Deutsche. Auch bei den Asiaten liegt Schottland offensichtlich hoch im Kurs, wir haben aber auch Niederländer, Franzosen, Australier, Kanadier, und, und, und getroffen.

Das war der erste Teil meiner Rundreise durch Schottland. Gerne würde ich euch noch viel mehr Fotos zeigen. Ich habe auch viele Videos gemacht, da man die Landschaft oft nicht auf Fotos bekommt.

LIEBEVOLLe Grüße Dini.